Moderne Marketing-Phänomene einfach erklärt – Kapitel 2: Ambient Media

Ambient Advertising bedeutet, Werbemittel im unmittelbaren Lebensumfeld der Zielgruppe einzusetzen. In der Fachlitetatur werden Ambient-Marketingmaßnahmen auch „als Platzierung von Werbung an Orten, wo nicht damit zu rechnen ist, unter Einbeziehung der Umgebung in die Werbemaßnahme“ bezeichnet.

Ganz anders als bei Astroturfing versteckt sich hinter der Bezeichnung keine über alle Maßen interessante Entstehungsgeschichte – der Name ist schlicht und ergreifend der Bedeutung geschuldet: Die Werbung findet hier den Weg in den unmittelbaren Lebensraum der Zielgruppe – das umfasst zum Beispiel Werbung in U-Bahnen, auf Zapfpistolen an Tankstellen, im Supermarkt und in Kneipen.

Sogar in die Intimsphäre der Zielgruppe wird vorgedrungen: Beispielsweise durch Werbung auf Pizzakartons „importiert“ man sich quasi die Werbung direkt mit in den Haushalt. Als präsentes, noch intimeres Beispiel lässt sich wohl auch die Kette Sanifair anführen, die Sanitäranlagen auf Autobahnraststätten anbietet: An Pissoirs und Kabinentüren wird hier geworben, was das Zeug hält.

Auch der Gigantismus ist im Ambient Marketing ein vielbenutztes Stilmittel: Riesige Pappaufsteller in Kaufhäusern und an anderen öffentlichen Plätzen sind typisch für diese Form des Marketings.

Fazit: Ambient Marketing ist zwar ein teures Unterfangen, allerdings können so auch viele Menschen erreicht werden.

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