Das Internet – Ihr Schlüssel zum Erfolg!

Unternehmer kennen das – da wagt es doch tatsächlich so ein Werbefutzi, die eigene Marketingstrategie zu kritisieren. Man solle sich um den eigenen Internetauftritt kümmern, und allgemein darauf achten, wie man denn „online“ so dasteht. Es sei wichtig, sich darum aktiv zu bemühen. Bewertungsportale, Empfehlungsplattformen, Facebook, Xing, LinkedIn, Twitter und so weiter und sofort: „Aber was soll das denn heißen? Wie soll mir das etwas bringen? Mein Geschäft läuft doch – ICH brauche so etwas nicht! Meine Kunden kommen einfach so, ich muss da gar keinen Aufwand in meine „Web-Performance“ legen, meine Reputation ist so schon gut genug…“

Es mag auf den ersten Blick nicht den Anschein haben, aber eine solche Sichtweise ist fatal. Und das natürlich nicht nur, weil Marketingspezialisten und SEO-Fanatiker freilich ihre Dienstleistungen an den Mann bringen wollen, nein! Das kann man allenfalls als eine übertrieben konservative und extrem simplifizierte Sicht auf die Lage der Dinge sehen. In der Realität sieht es anders aus, denn die Tendenz kennen wir. Digitalisierung und Web 2.0 als Phänomene wie wir sie heute kennen sind vermutlich ein Witz, ein Sparwitz gar, verglichen mit dem, was da noch kommen mag. Die Tendenz zur Internetisierung des täglichen Lebens nimmt immer weiter zu und stellt Unternehmer wie Privatleute vor neue Aufgaben – die Online-Reputationsmanagement auch ganz ohne das Gewinnstreben von Marketing- und SEO-Dienstleistern als unabdingbare Verpflichtungen mit einschließen.

Hierzu ein kleines Gedankenexperiment: Man stelle sich ein Altenheim vor, dass versucht, so viele Kunden wie möglich zu werben. Klar, momentan läuft das wohl zumeist über Mundpropaganda, „klassische“ Werbung in TV und Radio oder im Extremfall schon gar über das Internet. Doch wer ist denn da die Zielgruppe, die da nach Pflegeheimen herumgoogelt? Momentan sind das noch die Söhne und Töchter der heutigen „alten“ Generation. Wir können getrost davon ausgehen, dass der durchschnittliche „Pflegeheimaussuchende“ zwischen 40 und 50 Jahren alt ist – eben genau die Zeit, in der man für seine Eltern möglicherweise ein Altenheim suchen muss. Und dann ist klar: Heute läuft das noch mit den Kunden, denn die Generation, die momentan die Marketing-Hauptzielgruppe stellt, macht sich noch nicht so viel aus dem Internet – sie ist „ohne“ aufgewachsen, und weiß auch, dass es eine funktionierende Welt ohne tiefergreifende Vernetzung via Internet und Social Media gibt.

Doch wie mag das später mal aussehen? Freilich lässt sich argumentieren, dass durch den demographischen Wandel, d.h. durch das allgemeine Altern der deutschen Bevölkerung, die Nachfrage nach Altenheimplätzen nicht stagnieren sondern vielmehr explodieren wird. Aber damit geht ja auch ein erhöhter Wettbewerb einher, denn immer mehr Investoren werden das Potenzial dieser Branche erkennen. Und dann ist Marketing – und im Zuge der Internetisierung v.a. das Online-Marketing – extrem wichtig. Die Suchenden sind dann nicht mehr die Jahrgänge 1960-1980 sondern diejenigen heute jungen Menschen, die quasi mit dem Computer in der Wiege aufgewachsen sind. Tablets, Smartphones, Social Media – all das ist für diese Menschen dann kein aberwitziger neuer Trend mehr, sondern Realität – und v.a. vertrauenswürdige und verlässliche Quelle in allen Lebensbereichen.

Marketing bzw. Unternehmensplanung muss immer auch langfristig sein. Und wer jetzt schon mit aktiven und ansprechendem Online-Marketing beginnt, hat später schon den Stein im Brett und tut sich nicht so schwer, sich einen Namen zu machen.

Hinzu kommt dann auch noch eine weitere Entwicklung: Es geschieht zurzeit ein Wandel hin zu einer flüssigeren Gesellschaft, denn Menschen ziehen sowohl innerhalb Deutschlands wie auch europaweit im Rahmen des Schengen-Abkommens immer öfter um. Die persönliche Empfehlung der „Dorfmehrheit“ verliert deshalb immer weiter an Bedeutung, denn erstens kennt man nicht mehr alle Mitmenschen im nähesten Umfeld und zweitens gibt es immer weniger Menschen, die „ihre Stadt wie ihre Westentasche kennen“, da sie womöglich erst seit Kurzem dort leben. Wichtig werden deshalb neutrale und universale Empfehlungen, zu denen jeder Zugang hat – und genau das ist im Internet möglich (und ist ja auch ungemein wertvoller, denn wenn Neutralität im Vordergrund steht, verhindert das Vetternwirtschaft und Gefälligkeitsreferenzen).

Um es ein wenig apokalyptisch auszudrücken: In einer absoluten Dystopie wird Ihr Unternehmen ohne aktives Online-Marketing untergehen. Der Trend geht einfach in diese Richtung, und lässt sich durch die oben beschriebenen Umstände und Entwicklungen – so denke ich – auch relativ gut ergründen. Mein Tipp: Tun Sie noch heute etwas für ihre Reputation und schauen nach, „wie Sie denn so dastehen“, in diesem Internet…

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